Blick auf Es Vedra und Atlantis vom Cap LlentriscaAnfang Dezember hatten wir nach langer Zeit wieder einmal die Gelegenheit, mit einer Wandergruppe und ihrem bewährten und engagierten Führer einen Teil von Ibiza kennen zu lernen, der sicher zu den schönsten und spektakulärsten gehört, auch wenn viele andere mit Recht diesen Anspruch erheben können. Auch das Wetter spielte mit, es schien nicht nur die Sonne, die Luft war an diesem Tage so trocken, dass man die Halbinsel von Denia nicht nur als Schatten am Horizont, sondern auch die Strukturen der Berghänge und mit dem Fernglas einzelne Häuser erkennen konnte.

Anfang Dezember hatten wir nach langer Zeit wieder einmal die Gelegenheit, mit einer Wandergruppe und ihrem bewährten und engagierten Führer einen Teil von Ibiza kennen zu lernen, der sicher zu den schönsten und spektakulärsten gehört, auch wenn viele andere mit Recht diesen Anspruch erheben können. Auch das Wetter spielte mit, es schien nicht nur die Sonne, die Luft war an diesem Tage so trocken, dass man die Halbinsel von Denia nicht nur als Schatten am Horizont, sondern auch die Strukturen der Berghänge und mit dem Fernglas einzelne Häuser erkennen konnte.

Treffpunkt für unsere Wanderung war der Kirchplatz von Es Cubells (A), wo ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Für diese Wanderung ist es sinnvoll, ein Auto auf dem Parkplatz stehen zu lassen, und mit einem zweiten Wagen zum eigentlichen Startpunkt der Wanderung zu fahren (B).

Wir fuhren also mit einem Auto auf der Strasse ca. 0,9 km zunächst zurück und bogen dann zwei Mal links ab. Auf dieser Strasse fuhren wir ca. 2,6 km, bis zu einem Schaltkatsen an der linken Straßenseite. Dort biegt ein Feldweg ab, dem wir ca. 2,4 km in südlicher Richtung durch den Campofolgten bis wir direkt auf ein Tor vor uns zufuhren. An dieser Stelle (C)  findet man Parkmöglichkeiten. Wir ließen unser Auto dort stehen und begannen unsere Wanderung.

Am besagten Tor gingen wir zunächst rechts vorbei und begannen dann den Abstieg auf dem von Erosionen tief zerfurchten, von Jeeps noch zu befahrenden Weg, der gleich links in Serpentinen den Hang herab führt. Die Ausblicke, die sich uns öffneten, gehören sicher zu den schönsten und spektakulärsten auf der Insel, und reichen von Es Vedra auf der einen Seite, die Halbinsel Denia am Horizont zum Cap Falco auf der anderen Seite.

Wir blieben auf dem Weg, ließen uns nicht von Seitenwegen, die links abzweigen, irritieren, und gelangten  an ein rechts vom Weg gelegenes Haus mit einem Schwimmbad, das schon von weit oben im Hang markant zu erkennen ist (D). Hier bogen wir von dem links weiterführenden Weg ab und folgten dem Fußweg, der geradeaus weiterführt. Wir wollten der Küste folgen und nahmen daher an einer Gabelung (E) nach ca. 120 m und einer weiteren Gabelung (F) nach weiteren ca. 400 m jeweils die rechts abzweigende Alternative. Nach weiteren ca. 300 m zweigt ein Trampelpfad nach rechts ab – auch diesem folgten wir direkt auf der Hangseite und wurden erneut mit spektakulären Ausblicken belohnt, deren Höhepunkt ein Aussichtpunkt am Ende des Weges oberhalb des Cap Llentrisca ist (G). Ein herrlicher Ausblick auf Es Vedra und die gesamte Küstenregion, und wer die Gegend kennt, kann von hier aus mit einem Fernglas am Fuße eines steilen, aber gut begehbaren Hanges, die Steinbrüche von Atlantis bewundern.

Vom Aussichtspunkt aus folgten wir dem Weg, der zunächst in Richtung Osten führt, also im Prinzip links vom Hinweg abbiegt, und sich dann in einem weiten Bogen in Richtung Norden wendet. Nach ca. 500 m zweigt rechts ein Trampelpfad ab (H), steil bergab in die Cala Llentrisca. Der Einstieg ist deutlich zu erkennen, ist aber dennoch leicht zu verpassen. Der Weg erfordert gutes Schuhwerk, Aufmerksamkeit der Wanderer, er ist von Sturzbächen, die tiefe Gräben gezogen haben, zerfurcht und nicht gepflegt. Bei dem noch immer feuchten Boden, den wir von den Regentagen zuvor ertragen mussten, konnte man auch leicht ins Rutschen kommen. Dennoch ist es ein Weg, der die Mühe lohnt, und immer wieder traumhafte Ausblicke auf die Küstenlandschaft von der Cala Es Cubells, der Cala Es Torrent, der Cala Portroig bis zum Flughafen von Ibiza, dem Cap Falco und Formentera frei gibt.

Unten angekommen machten wir eine verdiente Rast und unser Wanderführer öffnete seinen Rucksack, aus dem er uns mit einem köstlichen Rotwein verwöhnte, den alle sehr genossen haben – nochmaliger Dank. Die Absicht des Wanderführers, doch noch Anfang Dezember im noch immer ca. 16°C warmen Wasser baden zu gehen, wurde jedoch von auf Opfer lauernden Quallen im Keime erstickt.

Der Einstieg für den Rückweg ist nicht ganz leicht zu finden. Er beginnt links neben dem letzten Boothaus auf der östlichen Seite der Bucht (I). Hat man den Einstieg einmal gefunden führt der Weg unbeirrbar entlang der Küste in Richtung Osten bis man die ersten Häuser erreicht (J). Von hier aus folgt man der Strasse, die nach ca. 250 m in 2 Serpentinen zunächst den Hang bis auf fast 150 m Höhe hinauf führt, dann aber wieder bis auf 35 m Höhe abfällt bevor man nach ca. 2 km erneut in Serpentinen zur Kirche von Es Cubells, die auf etaw 100 m Höhe liegt, aufsteigt. Die Strasse ist zwar kein besonders attraktiver Wanderweg, aber der Blick auf die Anwesen und die Küstenlandschaft entschädigt. Unterhalb der Kirche gibt es noch einen Treppenaufstieg, den muß der Leser allerdings selbst entdecken, oder aber wie der Autor, der den Einstieg verpasst hatte, der Straße folgen.

Das Restaurant direkt am Kirchplatz ist herrlich gelegen und wir haben nach dieser wunderbaren Wanderung auf der Terrasse bei frühlingshaften Temperaturen in der Sonne sitzend das Essen genossen.

  • Blick auf Atlantis mit dem Torre des Savinar
  • Blick auf Cap Falco
  • Blick auf Es Vedra und Atlantis vom Cap Llentrisca
  • Blick auf Es Vedra
  • Blick auf den Steinbruch von Atlantis
  • Blick bis zum Cap Falco
  • Cala Llentrisca