Am 25. Januar haben wir an einer geführten Wanderung durch den Campo im Norden von Sant Jordi teilgenommen. Beeindruckend war wieder einmal, wie nahe weite, fast einsame Landschaften in direkter Nachbarschaft zu urbanen Gebieten gelegen sind und zum stundenlangen Wandern mit herrlichen Ausblicken einladen. Für den mehr als 3-stündigen Rundweg empfehle ich Wanderschuhe mit Profilsohlen, da einige der Pfade mit losen Steinen beim Abstieg einen festen Tritt erfordern, insbesondere, wenn die Wege noch ein wenig feucht sind.

Den Ausgangspunkt erreicht man mit dem Auto über die Straße von Ibiza nach Sant Josep. Von Ibiza kommend fährt man am Kreisel mit den Vögeln auf Stelzen geradeaus bis zum nächsten Kreisel, wo man rechts abbiegt. Nach weiteren 500 m biegt man links und nach 300 m wieder  rechts ab. Dieser Straße folgt man konsequent, bis nach ca. 1,4 km die Asphaltierung endet. An dieser Gabelung hält man sich rechts und kann nach weiteren 600 m das Auto links auf dem Feld (A) abstellen.
Hier beginnt die Wanderung auf 115 Höhenmetern. Zunächst folgen wir dem Fahrweg - rechts und wieder links - und treffen auf eine Abzweigung (B). Links stehen alte Tonkrüge, der eine trägt die Aufschrift „Escalona 1863“. An dieser Stelle gehen wir rechts und treffen auf dem Rückweg genau an dieser Stelle wieder auf unseren Weg. Ein Gatter auf dem Weg rechts (bitte nach dem Passieren wieder schließen, da dort viele Schafe weiden) lädt uns zu einem lang gezogen Aufstieg bis auf die Höhen ein. Immer wieder haben wir phantastische Ausblicke über das Tal und passieren einen alten Kalkofen. Der Weg schlängelt sich in Serpentinen nach oben, und vorbei an einem aufwendigen Anwesen links vom Weg (C) geht es immer weiter  bergauf. Sobald man meint, oben zu sein, taucht hinter der nächsten Wegbiegung der nächste Anstieg auf! Wir passieren erneut ein Gatter und kommen an ein kleines Feld auf der linken Seite. Dort werden wir für den doch etwas Schweiß treibenden Aufstieg mit einem spektakulären Ausblick über die Cala del Bossa und die Salinas bis nach Formentera entlohnt. Wir bleiben auf dem Kamm und haben gleichzeitig den Ausblick nach links zum Cap Falco und nach rechts bis weit über Sant Antoni hinaus.

Wir folgen dem Weg weiter aufwärts und halten uns an der Gabel links, bis der Fahrweg links abbiegt (D). An dieser Stelle geht ein Trampelpfad geradeaus weiter, wieder bergauf bis an eine Säule, aber jetzt sind wir am höchsten Punkt unserer Wanderung, immerhin auf 394 Höhenmeter, angelangt. Von dort haben wir einen atemberaubenden 180 Grad Blick auf Sant Antoni und die Insel Sa Conillera bis zu den Salinas und Formentera.
Wir gehen nicht den Pfad weiter, sondern kehren um und gehen zunächst auf dem Fahrweg  zurück. Nach etwa 400 m auf dem Fahrweg, wo dieser wieder beidseitig vom Wald eingefangen wird, zweigt ein Trampelpfad (etwa bei E) rechts ab, dem wir folgen. Von jetzt an wird es etwas schwieriger, weil der Weg schmal und nicht befestigt ist. Loses Geröll und manch steilere Stelle erfordern etwas Aufmerksamkeit und Vorsicht beim Absteigen. Das Tal bleibt weiter rechts von uns, bis wir auf einen Weg stoßen, auf dem wir rechts abbiegen. Nun liegt das Tal links von uns, und wir gehen weiter, bis rechts eine verfallende Mauer querab steht. Eine blaue Wegmarkierung zeigt uns, dass wir links durch weitere Mauerreste absteigen sollen, bis wir weiter unten auf einen Weg stoßen, dem wir links folgen – das Tal liegt wieder rechts von unserem Weg.
An der nächsten Gabelung nehmen wir wieder den Pfad rechts, ein teilweise ausgewaschener  Weg mit losem Geröll (Vorsicht, Rutschgefahr!). Wir treffen auf eine Kreuzung, die wir geradeaus überqueren, bis unser Weg in der Kurve einer Fahrstraße endet (F). Dieser Fahrstraße folgen wir rechts das Tal abwärts, mal auf der westlichen, mal auf der östlichen Talseite und erreichen die Talsohle, die im unteren Teil mit Natursteinmauern terrassiert ist und offensichtlich wieder landwirtschaftlich genutzt werden soll. Die Bewohner dieses Gebietes sind bemüht, die ursprüngliche Landschaft und traditionelle Bewirtschaftung zu erhalten und mit Gattern den Durchgangsverkehr zu begrenzen.   Wir passieren wieder ein solches Gatter und gelangen an einzelnen Fincas und Anwesen vorbei an den Ausgangspunkt unseres Rundweges (B). Von dort sind es nur noch wenige Schritte zurück bis zum Parkplatz.

  • Ausblick
  • Blick auf Sant Antoni
  • Blick ueber den Platja den Bossa